FAQs

  • Kann ich mit dem HAL-System allein laufen? Nein, auf die Absicherung bei der Nutzung des HAL-Systems darf nicht verzichtet werden. Es besteht sonst Sturzgefahr.
  • Kann ich das HAL-System mit nach Hause nehmen? Nein. Bei dem HAL-System handelt es sich um ein Therapiemittel – nicht um ein Hilfsmittel für den Alltag.
  • Wo kann ich während der neuromuskulären Feedbacktherapie in Bochum wohnen? Gerne vermitteln wir Ihnen für Ihre Zeit in Bochum ein rollstuhlgerechtes Apartment bzw. Hotelzimmer. Für Einzelheiten kontaktieren Sie bitte bochum@ccr-deutschland.de.
  • Kann ich meine sonstigen Therapien (Physiotherapie, Ergotherapie usw.) neben der HAL-Therapie weiterführen? Natürlich können Sie Ihre üblichen Therapien fortführen. Wenn Sie von außerhalb kommen und nur für die Zeit der Therapie in Bochum wohnen wollen, sind wir Ihnen bei ergänzenden Organisationsfragen gerne behilflich.
  • Was muss ich zur Therapie mitbringen? Die Therapie mit dem HAL-System lässt sich mit der Anstrengung eines Trainings im Fitnessstudio vergleichen. Bringen Sie deswegen bitte ein bequemes Oberteil und Socken mit – spezielle Hosen und Schuhe werden Ihnen gestellt. Sollten Sie zum Gehen Orthesen oder Schienen benötigen, bringen Sie diese bitte zum Training mit.
  • Wie lange dauert eine Therapieeinheit? Für eine Therapieeinheit müssen Sie mit Vor- und Nachbereitung etwa zwei Stunden einplanen.
  • Wie kann ich mich für eine Therapie mit dem HAL-System anmelden/bewerben? Wenn Sie sich für die neuromuskuläre Feedbacktherapie mit unserem HAL-System interessieren, rufen Sie uns gerne unter folgender Nummer an 0234 587 300-0 oder schreiben Sie eine Email an bochum@ccr-deutschland.de
  • Bin ich auch als Tetraplegiker geeignet?

    Generell ja, denn die Höhe Ihrer Querschnittlähmung ist nicht entscheidend – wichtig ist, dass eine Restmuskelaktivität in den Beinen erfassbar ist. Jedoch erleichtern etwas Rumpfstabilität und/oder Restfunktionen in den Armen das Training erheblich.

  • Was heißt HAL? HAL steht für Hybrid Assistive Limb. Je nach Bewegungsintention und -impuls und Bewegungsmöglichkeiten des Patienten können unterschiedliche Unterstützungsleistungen angesteuert werden.
  • Wie funktioniert das HAL-System? Wenn sich eine Person in Bewegung setzen will, sendet das Gehirn über das Rückenmark Signale an die entsprechende Muskulatur. Diese sogenannten „myoelektrischen Signale“ können bei Patienten mit vorhandener Restmuskelaktivität über Elektroden, welche direkt auf die Haut geklebt werden, abgeleitet und direkt an das HAL-System übertragen werden. Der Roboteranzug erkennt die Bewegungsintention des Patienten und unterstützt diese. Das heißt, der Patient wird während der neuromuskulären Feedbacktherapie nicht passiv bewegt, sondern ruft über seine neuronale Restmuskelaktivität die gewünschte Unterstützung des HAL-Roboters eigenständig ab.
  • Kann ich das HAL-System kaufen? Nein. Das HAL-System (es besteht aus den Bewegungsmodulen mit den so genannten Power-Units, den Verbindungselementen zur Impulserfassung und dem Sicherungssystem) ist ein Therapiegerät. Er wird unter physiotherapeutischer Anleitung und Betreuung eingesetzt. Der Patient muss während der Therapie vor Stürzen gesichert sein. Der HAL ist also nicht für den Eigengebrauch gedacht.
  • Kann ich trotz Bewegungseinschränkungen wie z.B. einem Spitzfuß mit dem HAL-System trainieren?

    Bewegungseinschränkungen sind keine Ausschlusskriterien für das Training. Unsere Ärzte und Physiotherapeuten entscheiden mit Ihnen zusammen, ob das „Robotertraining“ trotz z.B. Spitzfuß möglich ist.

  • Kann ich trotz Blasenkatheter an der Therapie teilnehmen? Ja, Katheter und Beinbeutel können während des Trainings getragen werden.
  • Welche Erfolge lassen sich mit der neuromuskulären Feedbacktherapie erzielen? Natürlich hängen die Trainingserfolge von den individuellen Voraussetzungen (Krankheitsbild, Fitness etc.) ab. Individuelle Ziele werden am Anfang der Therapie gemeinsam mit dem Arzt und betreuenden Physiotherapeuten festgelegt. Folgende Erfolge sind zu erwarten und ergeben sich in unterschiedlicher Ausprägung bei unseren Patienten:
    • erhöhte Laufgeschwindigkeit
    • verminderter Hilfsmittelbedarf
    • verbessertes Hautempfinden
    • Reduzierung von Spastiken
    • Verringerung neuropathischer Schmerzen
    • Aufbau der Muskulatur
  • Werden meine Muskeln während der Therapie elektrisch stimuliert?/ Werden meine Beine unter Strom gesetzt?

    Nein. Bei der HAL-Therapie werden dem Körper keine elektrischen Impulse von außen zugeführt - erfasst werden eigene Nervenströme des Patienten.

  • Was kostet eine neuromuskuläre Feedbacktherapie? Die einzelne Therapieeinheit mit dem HAL-System kostet im ZNB 500€ zzgl. MwSt.
  • Wer übernimmt die Kosten für die Therapie mit dem HAL-System? Die Kostenübernahme ist mit dem jeweiligen Kostenträger (z.B. gesetzliche Kranken- oder Rentenversicherung, private Krankenversicherung oder Beihilfe, Unfallversicherungsträger) abzustimmen. Hierbei unterstützen wir Sie gern. Eine gesetzliche Leistungsverpflichtung besteht derzeit nicht.
  • Bin ich für die neuromuskuläre Feedbacktherapie geeignet?/ Was sind die Voraussetzungen für eine Therapie mit dem HAL-System?

    Ob Sie für die Therapie mit dem HAL-System geeignet sind, wird vor der Therapie medizinisch untersucht. Wichtig sind:

    • Restmuskelaktivität in Hüft- und Kniemuskulatur
    • Körpergröße: nicht über 2 Meter
    • Körpergewicht: nicht über 100 kg
    • Keine ausgeprägten Gelenkkontrakturen
    • Keine akuten Infektionen mit multiresistenten Keimen

    Sie sind sich nicht sicher, ob Sie die Voraussetzungen für eine Therapie mit dem HAL-System erfüllen? Rufen Sie uns unter 0234 587 300-0 an oder schreiben Sie eine Email an bochum@ccr-deutschland.de

  • Bin ich trotz Spastik für die HAL-Therapie geeignet? Eine Spastik kann, abhängig von ihrem Ausprägungsgrad, in Einzelfällen die Therapie verhindern. In einem individuellen Probetraining finden wir gemeinsam heraus, wie sich die Spastik bei Ihnen hinsichtlich der Nervenimpulse in de Muskulatur auswirkt. Eine Spastik kann bei der Steuerung des Exoskeletts in manchen Fällen sogar hilfreich sein.